Bayer stellt weiteren Zulassungsantrag für Augenmittel

Donnerstag, 6. Dezember 2012, 08:56 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Bayer will sein Augenmittel Aflibercept in Europa in einem weiteren Krankheitsfeld vermarkten.

Der Pharma- und Chemiekonzern beantragte bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung des Präparats zur Behandlung des Makula-Ödems nach Zentralvenenverschluss (ZVV), wie Bayer am Donnerstag mitteilte. Aflibercept, das auch unter den Namen Eylea und VEGF Trap-Eye bekannt ist, gehört zu fünf neuen Präparaten, denen der Konzern zusammen einen jährlichen Spitzenumsatz von rund 5,5 Milliarden Euro zutraut. Das Augenmittel alleine soll einmal rund eine Milliarde Euro im Jahr einbringen.

Laut Bayer leiden rund 166.000 Menschen in den USA und Europa zusammengenommen unter ZVV. Wenn sich die zentrale Netzhautvene verschließt, kann dies zu Blutstauungen und zu Ödemen in der Netzhaut und schließlich zu einem Verlust der Sehkraft führen. In den USA ist das Medikament, das ins Auge gespritzt wird, bereits für die Behandlung in diesem Therapiefeld zugelassen. Darüber ist das Präparat bereits zur Behandlung der feuchten AMD, einem weiteren Augenleiden, in Europa, in den USA, in Japan und in weiteren Ländern genehmigt.

Bayer kooperiert bei der Arznei mit der US-Pharmafirma Regeneron. Sie besitzt in den USA die Rechte an der Substanz. Die Vermarktung außerhalb der USA liegt bei Bayer, die Einnahmen werden zwischen den Unternehmen geteilt. Ausnahme ist Japan, wo Regeneron abhängig von den Umsätzen an den Einnahmen beteiligt wird. Der Schweizer Pharmariese Roche hat mit seinem Mittel Lucentis ein starkes Konkurrenzpräparat für Aflibercept auf dem Markt.