Finanzinvestor steigt bei James-Bond-Marke Aston Martin ein

Freitag, 7. Dezember 2012, 14:05 Uhr
 

London (Reuters) - Der traditionsreiche britische Autobauer Aston Martin will mit Hilfe eines italienischen Finanzinvestors seine Modellpalette aufpolieren.

Die Beteiligungsgesellschaft Investindustrial zahlt für einen Anteil von 37,5 Prozent 150 Millionen Pfund (rund 185 Millionen Euro), wie Aston Martin am Freitag mitteilte. Dadurch könne die auch durch die James-Bond-Filme populär gewordene Sportwagenmarke in den nächsten fünf Jahren mehr als eine halbe Milliarde Pfund in neue Modelle und Technik stecken. Investindustrial fing damit im Rennen um das unter Spardruck stehende Unternehmen den anfangs führenden indischen Traktor-Hersteller Mahindra noch auf der Zielgeraden ab. Zu einer von Experten vermuteten Technologie-Partnerschaft mit der Daimler-Tochter Mercedes kam es aber nicht.

Zuletzt geriet Aston Martin verstärkt unter Zugzwang. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr musste das Unternehmen einen Absatzrückgang um 19 Prozent auf 2340 Autos hinnehmen.

Aston Martin war vor fünf Jahren vom US-Autobauer Ford für rund 480 Millionen Pfund an zwei Investmentfonds aus Kuwait verkauft worden. Mit dem Einstieg der Italiener wird das fast 100 Jahre alte Unternehmen nun mit 780 Millionen Pfund bewertet, 150 Millionen mehr als zuletzt. Investindustrial hatte im April den italienischen Motorradbauer Ducati für 860 Millionen Euro an die Volkswagen-Tochter Audi verkauft.