Magazin - Bund um Finanzlage des Berliner Großflughafens besorgt

Samstag, 8. Dezember 2012, 12:53 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Das Bundesverkehrsministerium befürchtet einem Medienbericht zufolge eine Insolvenz der Betreibergesellschaft des geplanten Berliner Großflughafens.

Das Ministerium habe deshalb den Haushaltsausschuss gebeten, die gesperrten 312 Millionen Euro für die Flughafen-Mehrkosten von insgesamt 1,2 Milliarden Euro freizugeben, berichtete das Magazin "Focus" am Samstag vorab. Die Flughafengesellschaft befinde sich in einer "ernsten Krise". Es bestehe "die erhebliche Gefahr", dass bereits im Januar ein Insolvenzverfahren wegen mangelnder Liquidität eröffnet werde. Den Rest der Mehrkosten, die vor allem wegen der mehrfach verschobenen Eröffnung entstanden sind, übernehmen die Länder Berlin und Brandenburg als Haupteigentümer des neuen Flughafens. Der Bund ist mit 26 Prozent beteiligt.

Derweil kommt der Hauptstadtflughafen dem Magazin zufolge den Bund immer teurer zu stehen: 28 Millionen Euro zusätzlich müsse der Steuerzahler wohl wegen der zuletzt auf Oktober 2013 verschobenen Eröffnung für Sicherheit und Kontrolltechnik berappen. Das gehe aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums an den FDP-Bundestagsabgeordneten Florian Toncar hervor. Dieser forderte den Bund auf, sich das Geld wiederzuholen. "Es kann nicht sein, dass das der Steuerzahler übernimmt", sagte Toncar dem Magazin.

 
Workers walk outside the main terminal of the Berlin-Brandenburg international airport (BER) outside Berlin, November 1, 2012. REUTERS/Thomas Peter