Zeitung: Toyota bremst beim Ausbau von Fertigungslinien in China

Sonntag, 9. Dezember 2012, 12:08 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Der japanische Autohersteller Toyota bremst einem Zeitungsbericht zufolge den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in China.

Wie die Zeitung "Asahi" am Sonntag meldet, wird der Start der vierten Fertigungslinie im Werk Tianjin im Norden Chinas zunächst gestoppt. Sie sollte ursprünglich im Dezember 2014 fertig sein und eine Jahreskapazität von 200.000 Autos haben.

Außerdem prüfe Toyota die Verschiebung des Starts einer dritten Fertigungslinie im Werk Guangzhou im Süden Chinas. Sie sollte mit einer Kapazität von ebenfalls 200.000 Fahrzeugen pro Jahr 2015 in Betrieb gehen.

Als Grund nannte das Blatt einen voraussichtlich anhaltenden Rückgang beim Absatz von Toyota-Modellen in China. Toyota war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Der Verkauf von Toyota-Autos wurde vor allem durch den Streit beider Länder um Inseln im Ostchinesischen Meer belastet. In China war es zu Protesten und Boykottaufrufen gekommen, nachdem der japanische Staat zwei der umstrittenen Inseln ihrem Besitzer abgekauft hatte. Im November waren die Toyota-Verkäufe in China nach Angaben des Unternehmens um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat eingebrochen. Im Oktober betrug der Rückgang 44 Prozent und im September fast 50 Prozent.

 
A worker cleans next to a Toyota NS4 plug-in hybrid concept car during the media preview of the 10th China International Automobile Exhibition in Guangzhou November 22, 2012. The auto show opens to the public from November 22 to December 2. REUTERS/Tyrone Siu (CHINA - Tags: TRANSPORT BUSINESS)