Streik der Sicherheitsleute beeinträchtigt Flugverkehr

Montag, 10. Dezember 2012, 08:11 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Ein Warnstreik bei den privaten Sicherheitsdiensten hat am Montagmorgen zu Beeinträchtigungen im Flugverkehr in Deutschland geführt.

Die Gewerkschaft Verdi hatte auf den Flughäfen in Frankfurt, Berlin, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Düsseldorf, Bremen, Köln-Bonn und Baden-Baden/Karlsruhe zu den mehrstündigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Daran hätten sich 1000 der 15.000 Beschäftigen der Sicherheitsdienste beteiligt, sagte Verdi-Verhandlungsführer Andreas Sander. "Die legen jetzt alle Flughäfen lahm." Die Gewerkschaft will mit dem Warnstreik die Forderung nach einem neuen Manteltarifvertrag mit Regelungen für die Arbeitsbedingungen unterstreichen und Druck auf den Bundesverband der Sicherheitswirtschaft (BDSW) machen.

Auch in der vierten Verhandlungsrunde mit dem BDSW hatte es Mitte November keine Einigung gegeben. Verdi verlangt unter anderem weniger befristete Arbeitsverhältnisse und einheitliche Arbeitsbedingungen an allen deutschen Flughäfen. Die Tarifverhandlungen sollen voraussichtlich am 15. Januar fortgesetzt werden. Wie viele Flüge ausfielen oder verspätet starteten, war zunächst nicht bekannt. Erschwerend kam das Winterwetter hinzu. "Niemand kann etwas dafür, dass das Wetter so ist. Wir wollten deshalb nicht den Warnstreik absagen", sagte Sander.

 
A man sits on a bench at the departure area at the Fraport airport in Frankfurt November 14, 2012. REUTERS/Lisi Niesner