Mehr Bestellungen in der Elektroindustrie

Dienstag, 11. Dezember 2012, 16:16 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - In der deutschen Elektroindustrie haben sich die Geschäfte wieder etwas aufgehellt.

Die Branche konnte im Oktober drei Prozent mehr Neuaufträge an Land ziehen als vor Jahresfrist, nachdem die Auftragseingänge in den drei Monaten zuvor noch rückläufig waren. "Getrieben wurde das Wachstum aus dem Nicht-Euro-Ausland", erklärte der Chefvolkswirt des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), Andreas Gontermann, am Dienstag in Frankfurt. Die Branche mit ihren rund 840.000 Beschäftigten zählt neben der Autoindustrie, dem Maschinenbau und der Chemiebranche zu den Stützen der deutschen Wirtschaft.

Aus dem Ausland bestellten die Elektronikkunden im Oktober neun Prozent mehr. Keine Belebung der Geschäfte gab es allerdings in den von der Schuldenkrise geplagten Euroländern. Kunden aus der Eurozone orderten 5,5 Prozent weniger, auch in Deutschland sanken die Bestellungen um drei Prozent. Die Elektrobranche setzte insgesamt 14,7 Milliarden Euro um - ein Plus von zwei Prozent zum Vorjahr. Während das Geschäft im Inland um drei Prozent auf 7,8 Milliarden Euro schrumpfte, erhöhte die Branche im Ausland ihren Umsatz um acht Prozent auf 6,9 Milliarden Euro.

Die Produktion blieb auch im Oktober schwach. Sie ging bereinigt um Preiseffekte um ein Prozent zurück. Die nur langsam wachsende Weltwirtschaft und die Euro-Krise vor der Haustür hatten die Erwartungen der Branche im Jahresverlauf gedämpft. War der Verband noch zu Jahresbeginn von einem Gesamtumsatz 2012 von an die 190 Milliarden Euro ausgegangen, wurden zuletzt nur noch rund 180 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.