Zeitung: Gründer will Best Buy für bis zu 6 Mrd Dollar kaufen

Donnerstag, 13. Dezember 2012, 19:26 Uhr
 

New York (Reuters) - Der Gründer der angeschlagenen US-Kette Best Buy unternimmt einem Zeitungsbericht zufolge einen neuen Anlauf zum Kauf des Konzerns.

Richard Schulze wolle diesmal fünf bis sechs Milliarden Dollar für den weltgrößten Händler von Unterhaltungselektronik bieten, berichtete die Zeitung "Minneapolis Star Tribune" am Donnerstag. Pro Aktie wären dies 15 bis 18 Dollar. Der 71-Jährige hatte noch im Sommer erklärt, 24 bis 26 Dollar pro Papier zu zahlen - konnte sich aber dafür keine Finanzierung sichern. Das neue Angebot sei indes durchfinanziert, berichtete die Zeitung. Unklar ist, ob das Best-Buy-Management zustimmen würde oder die Summe für zu niedrig hält.

Best Buy-Aktien stiegen am Donnerstag um 15 Prozent auf 14 Dollar. Schulze hatte das Unternehmen 1966 gegründet und hält noch ein Fünftel der Aktien.

Sein erstes Werben für eine Übernahme war Ende August im Sande verlaufen. Die damals ins Gespräch gebrachten 24 bis 26 Dollar je Aktie hatten einen Aufschlag auf den Aktienkurs von fast 50 Prozent bedeutet. Inklusive Schulden von Best Buy hatte sich der Kaufpreis auf fast elf Milliarden Dollar summiert. Schulze war im Juni aus dem Verwaltungsrat des Konzerns ausgeschieden.

Best Buy bekommt seit langem die zunehmende Internet-Konkurrenz zu spüren, hat Filialen geschlossen und Stellen abgebaut. Viele potenzielle Kunden sehen sich die Produkte vor Ort in einer Best-Buy-Filiale an, kaufen dann aber Online bei einem anderen Anbieter. Kritiker halten dem Unternehmen vor, zu langsam auf das veränderte Marktumfeld zu reagieren.