Samsung-Telefone müssen trotz Streit mit Apple nicht vom Markt

Dienstag, 18. Dezember 2012, 08:48 Uhr
 

Oakland (Reuters) - Der Smartphone-Hersteller Apple hat im langen Patentstreit mit seinem Konkurrenten Samsung Electronics eine Niederlage hinnehmen müssen.

Der Konzern scheiterte am Montag (Ortszeit) vor einem Gericht im kalifornischen San Jose mit einem Antrag, 26 meist ältere Modelle des koreanischen Unternehmens wegen Patentverletzungen dauerhaft vom Markt nehmen zu lassen. Apple habe nicht genügend Beweise hervorgebracht, dass die patentgeschützten Funktionen die Nachfrage der Verbraucher nach dem iPhone insgesamt gesteigert hätten. Die betroffenen Samsung-Geräte verfügten über eine Fülle von Funktionen. Nur ein kleiner Teil sei von den Apple-Patenten betroffen, erklärte Richterin Lucy Koh.

Mit dem Beschluss muss Apple in seinen Patentauseinandersetzungen auf ein wichtiges Druckmittel verzichten. Der Konzern und Samsung kämpfen erbittert um Marktanteile bei Smartphones und Tablet-PCs wie dem iPad. Viele Samsung-Geräte haben das Betriebssystem Android von Google installiert.

 
U.S. District Judge Lucy Koh listens to Apple attorney Michael Jacobs as Apple lead counsel Harold McElhinney (R) looks on during court proceedings in San Jose, California, December 6, 2012. Apple Inc and Samsung Electronics squared off again in court on Thursday, as the iPhone maker prepares to convince a U.S. district judge to ban sales of a number of the Korean company's devices and defend a $1.05 billion jury award. REUTERS/Vicki Behringer (UNITED STATES - Tags: ENTERTAINMENT CRIME LAW SCIENCE TECHNOLOGY)