Nach Steuerrazzia - Ein Deutschbanker aus U-Haft entlassen

Mittwoch, 19. Dezember 2012, 12:48 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Eine Woche nach der Großrazzia bei der Deutschen Bank ist einer der vier in Untersuchungshaft sitzenden Mitarbeiter wieder auf freiem Fuß.

"Der Verdacht der Verdunkelungsgefahr ist entfallen", sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Günter Wittig der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Daher sei der Deutschbanker am Dienstagabend aus der Untersuchungshaft entlassen worden, eine Kaution sei nicht nötig gewesen. Die drei übrigen Verdächtigen blieben bis auf weiteres in Haft.

Wittig wollte sich zum Namen und der Funktion des Freigelassenen nicht äußern. Die "Bild"-Zeitung berichtete vorab aus der Donnerstagausgabe unter Berufung auf Sicherheitskreise, es handele sich um den stellvertretenden Geldwäschebeauftragten der Deutschen Bank.

Die Staatsanwaltschaft hatte Deutschlands größtes Geldhaus am vergangenen Mittwoch durchsuchen lassen. Rund 500 Polizisten und Steuerfahnder waren am Hauptsitz des Instituts eingerückt. Die Razzia stand im Zusammenhang mit dem Verdacht auf Steuerbetrug beim Handel mit CO2-Zertifikaten. Insgesamt wird gegen 25 Mitarbeiter der Bank ermittelt, darunter auch Co-Vorstandschef Jürgen Fitschen und Finanzchef Stefan Krause.