Maues Baumarktgeschäft in Krisenländern bremst Hornbach

Freitag, 21. Dezember 2012, 10:20 Uhr
 

Düsseldorf (Reuters) - Das schleppende Baumarktgeschäft in einigen Auslandsmärkten macht Hornbach zu schaffen.

Wie nach einer neuerlichen Prognosesenkung zu erwarten war, sank der Betriebsgewinn des Familienkonzerns aus Neustadt an der Weinstraße in den ersten neun Monaten des bis Ende Februar laufenden Geschäftsjahres. Mit 173 Millionen Euro lag er 9,5 Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres, wie die im Kleinwerteindex SDax notierte Hornbach Holding, zu der neben den gleichnamigen Bau- und Gartenmärkten auch ein Baustoffhandel und eine Immobiliensparte zählen, am Freitag mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich vor allem dank des gestiegenen Verkaufs in den 138 Bau- und Gartenmärkten in Deutschland leicht um ein Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

"Das war ein anspruchsvolles Dreivierteljahr für uns. In manchen Ländern wie Deutschland, Luxemburg und Rumänien konnten wir gegenüber dem Vorjahr noch etwas zulegen, in anderen mussten wir Rückgänge hinnehmen", sagte der Chef des europaweit fast 15000 Mitarbeiter zählenden Konzerns, Albrecht Hornbach. "Natürlich spüren auch wir - wie jedes internationale Handelsunternehmen in Europa - das wegen der Verunsicherung durch die Staatsschuldenkrise angeschlagene Konsumentenvertrauen."

Weil die Heim- und Handwerker stärker aufs Geld schauen als erwartet, rechnet Hornbach im Gesamtjahr nur noch mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau von 3,2 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis werde unter die 169 Millionen Euro des Vorjahres fallen. Die Hornbach-Aktie gab im frühen Handel 1,4 Prozent auf 53,00 Euro nach.