EU wirft Samsung Missbrauch von Marktstellung vor

Samstag, 22. Dezember 2012, 13:02 Uhr
 

Brüssel (Reuters) - Dem Elektronikkonzern Samsung bläst in Europa ein scharfer Wind der Aufseher entgegen: Die EU-Kommission warf den Südkoreanern am Freitag Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung vor.

Indem Samsung dem Erzrivalen Apple die Nutzung eines wichtigen Patentes für Mobiltelefone untersage, halte sich der Konzern nicht an die Prinzipien des fairen Wettbewerbs, hieß es in einer vorläufigen Einschätzung von Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia.

Vor einer endgültigen Entscheidung der Brüsseler Wettbewerbsbehörden hat Samsung nun die Möglichkeit, auf die Vorwürfe einzugehen. Sollte die Kommission einen Verstoß gegen Wettbewerbsregeln feststellen, kann sie eine Strafzahlung von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes verhängen. Samsung bekräftigte seine Einschätzung, im Rahmen der Gesetze gehandelt zu haben und äußerte sich zuversichtlich, dass die Kommission im Sinne des Konzerns entscheiden werde. Das Unternehmen werde in vollem Umfang mit der Kommission kooperieren.

Samsung und Apple sind die führenden Hersteller auf dem umkämpften Smartphone-Markt. Die Unternehmen streiten in mindestens zehn Ländern um die Verwendung von Patenten.

 
European Union Competition Commissioner Joaquin Almunia gestures during a news conference at the EU Commission headquarters in Brussels December 5, 2012. Philips, LG Electronics , Samsung SDI and three other firms were fined a record 1.47 billion euros ($1.92 billion) by EU antitrust regulators for fixing prices of TV and monitor cathode-ray tubes for nearly a decade. The European Commission slapped the biggest penalty, of 313.4 million euros, on Dutch-based Philips on Wednesday. REUTERS/Laurent Dubrule (BELGIUM - Tags: POLITICS BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY)