Kia setzt Ex-Audi-Designer als ersten Ausländer an die Spitze

Freitag, 28. Dezember 2012, 13:44 Uhr
 

Seoul (Reuters) - Der frühere Audi-Designer Peter Schreyer führt künftig als erster ausländischer Konzern-Präsident den südkoreanischen Autobauer Kia.

Die Hyundai-Tochter gab am Freitag die Beförderung ihres Chef-Designers und Vize-Präsidenten bekannt. Schreyer wechselte bereits 2006 vom Audi-Mutterkonzern Volkswagen zu Kia. Mit der Personalie unterstreichen die Koreaner, deutsche Konkurrenten nicht nur beim Preis, sondern auch bei der Optik ins Visier zu nehmen. Schreyer verpasste den Kia-Modellen vom kleinen Picanto bis zu den Karossen Forte und Optima bereits ein markanteres Äußeres. Einen Namen hatte sich der 1953 geborene Designer vor allem mit dem Audi TT Sportwagen gemacht. "Wir hätten ihn nicht gehen lassen dürfen", bedauerte jüngst Volkswagen-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech in einem Interview mit einem Fachmagazin.

Von Schreyers Erfolgen inspiriert, sah sich auch Kias Mutterkonzern Hyundai in diesem Jahr bei der deutschen Konkurrenz um und warb den Ex-BMW-Designer Christopher Chapman für die Leitung des US-Design-Zentrums ab. Beim weltweiten Automobilabsatz kommen Kia und Hyundai Motor auf den fünften Platz. Selbst während des weltweiten Abschwungs 2009 gelang es den beiden koreanischen Autobauern, die Verkäufe zu steigern und Marktanteile zu gewinnen.