Studie - Neuwagenkäufer greifen weiterhin zu PS-Protzen

Freitag, 28. Dezember 2012, 15:29 Uhr
 

München (Reuters) - Deutsche Neuwagenkunden bevorzugen einer Studie zufolge trotz hoher Spritpreise hochmotorisierte Autos.

Demnach verfügten im Jahr 2012 neue Wagen im Durchschnitt über 137 PS, wie das Center Automotive Research von der Universität Duisburg-Essen am Freitag mitteilte. "Sieht man mal von einer einzigen Ausnahme - dem Abwrackprämienjahr 2009 ab - entwickeln sich in Deutschland die PS-Zahlen der Neuwagen nur in eine Richtung: nach oben", hieß es. Noch 1995 hatten die neu angeschafften Modelle im Durchschnitt 95 Pferdestärken unter der Haube. "Ein wichtiger Grund für das Ansteigen der PS-Zahlen ist die immer stärkere Verbreitung von sportlichen Geländewagen (SUV)." Die Modelle verfügten in der Regel über höhere Motorisierungen. Der Trend werde wegen der wachsenden Beliebtheit kleinerer SUVs wie dem BMW X1 weiter anhalten.

Hohe Treibstoffkosten seien für die Käufer kein Grund, auf PS zu verzichten, schreiben die Forscher. "Absolut mögen die Spritpreise zwar hoch erscheinen, aber relativ sind sie für den Großteil der Autofahrer ohne große Bedeutung."