Deutsche-Bank-Chef - BHF-Verkauf kommt bald

Samstag, 29. Dezember 2012, 12:41 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die Deutsche Bank setzt auf einen baldigen Verkauf ihrer Tochter BHF.

"Ich bin nach wie vor zuversichtlich, dass dieser Prozess ohne großen Verzug erfolgreich zu Ende gebracht wird", sagte Co-Chef Jürgen Fitschen der "Börsen-Zeitung" (Samstagausgabe). Am Käufer Kleinwort Benson liege die Verzögerung nicht, sagte Fitschen. Auch die Bankenaufsicht sei umfassend informiert. "Wir haben geliefert, und meines Wissens verfügt die BaFin über vollständige Unterlagen. Es hat auch ein Dialog stattgefunden."

Kurz vor Weihnachten hatte die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfahren, dass der Finanzaufsicht BaFin weiterhin nicht alle Unterlagen vorlagen, die sie für eine Zustimmung benötigt. Daher könne der Verkauf der Frankfurter BHF-Bank in diesem Jahr nicht mehr über die Bühne gehen. Fitschen sagte dem Blatt weiter, er könne sich nicht vorstellen, dass die Finanzaufsicht die Sache hinauszögere, weil sie die BHF lieber weiter bei der Deutschen Bank sähe. "Wir reichen die Bank ja nicht so weiter, wie wir sie vorgefunden haben. Ich hoffe, dass das gewürdigt wird."

Die Londoner Privatbank Kleinwort Benson will dem größten deutschen Geldhaus die BHF für knapp 400 Millionen Euro abkaufen. Beide hatten den Deal im September angekündigt. Seither warten sie auf grünes Licht der BaFin.

 
The headquarters of BHF-Bank is pictured in Frankfurt September 20, 2012. REUTERS/Kai Pfaffenbach