Rundfunk: Gericht prüft Abpumpen von K+S-Abwasser in die Werra

Montag, 7. Januar 2013, 19:05 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die Anrainer von Werra und Weser wehren sich gegen die Einleitung von salzigen Abwässern des Düngemittelkonzerns K+S in den Fluss.

Die Werra-Weser-Anrainerkonferenz habe eine entsprechende Klage beim Verwaltungsgericht Kassel eingereicht, sagte dessen Präsident Volker Igstadt, am Montag laut Hessischem Rundfunk. Wann es zu einem Verfahren komme, sei jedoch nicht absehbar. Das Regierungspräsidium Kassel hatte K+S Ende November grünes Licht für Einleitung von Salzwasser bis Ende 2020 gegeben, dringt jedoch ab Dezember 2015 auf eine Verringerung des Salzgehalts im Fluss.

Ohne die Genehmigung hätte K+S die Förderung von Kali-Düngemittel in seinen Bergwerken in der Region drosseln oder einstellen müssen. Das Regierungspräsidium Kassel hat bislang keine Kenntnis von der Klage, wie ein Sprecher sagte. Er betonte allerdings, dass das Verwaltungsgericht in der Vergangenheit alle Entscheidungen des Regierungspräsidiums in der Causa K+S bestätigt habe. Von K+S, dem Verwaltungsgericht und der Anrainerkonferenz waren am Montagabend keine Stellungnahmen zu erhalten.