Berichte - HSBC-Milliarden-Verkauf in China droht zu platzen

Mittwoch, 9. Januar 2013, 17:01 Uhr
 

Hongkong (Reuters) - Der anvisierte Verkauf einer riesigen Versicherungsbeteiligung in China durch HSBC steht Medienberichten zufolge vor dem Aus.

Die für die Branche zuständige chinesische Aufsichtsbehörde CIRC werde den Verkauf der knapp 16-prozentigen HSBC-Beteiligung an Ping An Insurance an die thailändische CP Group für knapp zehn Milliarden Dollar vermutlich nicht genehmigen, berichteten am Mittwoch die beiden Zeitungen "South China Morning Post" und das "Wall Street Journal". Als Grund nannten die Blätter eine mangelhafte Finanzierung.

Reuters hatte am Dienstag gemeldet, das Geschäft stehe auf der Kippe, weil die mit der Abwicklung betraute staatliche China Development Bank Sorgen über die Finanzierung geäußert hat. Hintergrund ist wohl, dass die Thailänder die Übernahme nicht aus eigener Kraft stemmen, sondern sich das Geld über Dritte besorgen wollen.

Sollte es so kommen, wäre dies ein harter Schlag für alle beteiligten Parteien. Das Vorhaben war im Dezember angekündigt worden. Bei dem Geschäft waren keine behördlichen Probleme erwartet worden. Ping An Insurance ist der zweitgrößte Versicherer Chinas. HSBC hatte für die in den Jahren 2002 und 2005 aufgebaute Beteiligung in Höhe von nun 15,6 Prozent einst 1,7 Milliarden Dollar ausgegeben.