Kreise: Sharp erwägt Verkauf von Fernseherfabrik an Lenovo

Donnerstag, 17. Januar 2013, 09:27 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Der schwer angeschlagene japanische Eletronikkonzern Sharp erwägt den Verkauf seiner Fernseherfabrik in China an den Computerhersteller Lenovo.

Sharp sei in Gesprächen über die Veräußerung des LCD-TV-Werks in Nankings, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur. Auch eine Partnerschaft von Lenovo bei anderen Tochtergesellschaften werde geprüft. Die Sharp-Aktie legte mehr als zehn Prozent zu.

Sharp hatte im November angekündigt, möglicherweise nicht alleine weiter existieren zu können. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte der Anbieter von Aquos-Fernsehern seinen Verlust auf 5,6 Milliarden Dollar verdoppelt. Vor allem die hohen Schulden drücken und schränken den Konzern ein, da er seine Fabriken und Büros bereits mit hohen Hypotheken für Not-Finanzierungen belastet hat.

Auch Hon Hai ist mit Sharp in Gesprächen über den Verkauf einer Fernseherfabrik. Zuletzt hatte Qualcomm bereits zugestimmt, 120 Millionen Dollar in den japanischen Konzern zu investieren.

 
Models stand by a ICC Purios Ultra HD television at a Sharp news conference during the Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas January 7, 2013. REUTERS/Steve Marcus (UNITED STATES - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY)