Kreise: Schweizer Bank Safra bietet für Generali-Tochter BSI

Samstag, 19. Januar 2013, 12:47 Uhr
 

London (Reuters) - Der italienische Versicherungskonzern Generali hat offenbar drei Gebote für seine seit dem vergangenen Herbst zum Verkauf stehende Schweizer Bankentochter BSI erhalten.

Zwei der Offerten lagen bei über zwei Milliarden Euro, verlautete am Freitag aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen. Zu den Bietern zählten die brasilianisch-schweizerische Bank Safra, ein chinesisches Unternehmen sowie ein europäisches Konsortium, das aus einer Beteiligungsgesellschaft und einem Geldhaus bestehe. Safra und Generali waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. BSI ist eine Vermögensverwaltungsbank mit Sitz in Lugano. Mit den Einnahmen will der drittgrößte Versicherungskonzern Europas seine Kapitalbasis stärken.

Die 1873 gegründete Banca della Svizzera Italiana verwaltete Mitte des vergangenen Jahres Kundenvermögen von rund 82 Milliarden Franken und erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2012 einen Gewinn von knapp 43 Millionen Franken. Die Italiener übernahmen die Bank 1998 von der damals aus der Fusion der Schweizerischen Bankgesellschaft und des Schweizerischen Bankvereins hervorgegangenen Großbank UBS.