UBS macht eigenen Privatbanker zu COO der Investmentbank-Sparte

Dienstag, 22. Januar 2013, 16:08 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Die Schweizer UBS hat den aus der eigenen Vermögensverwaltung kommenden Manager Andre Cronje zum neuen Chief Operating Officer (COO) des Investmentbankings ernannt.

Cronje, der seit dem Jahr 2000 bei der UBS arbeitet, leitete von 2008 bis 2012 das Wealth Management in Großbritannien und Jersey, wie es am Dienstag in einer internen UBS-Mitteilung hieß. Seine Erfahrung sei bei der Neupositionierung der Investmentbank ein großer Pluspunkt. Das gelte vor allem im Hinblick auf eine engere Zusammenarbeit der Sparte mit dem Wealth Management.

Im vergangenen Herbst hatte UBS eine drastische Verkleinerung des Investmentbankings und den Abbau von insgesamt 10.000 Stellen im ganzen Konzern angekündigt. Die Sparte, die den Eigenhandel mit Anleihen aufgibt, soll vor allem dem Vermögensverwaltungsgeschäft für reiche Kunden zuarbeiten. Im Zuge der Neustrukturierung lagerte die UBS das Anleihengeschäft in eine spezielle, zur Abwicklung vorgesehene Abteilung aus, in die auch der damalige Investmentbanking-COO Sam Molinaro wechselte. In der Zwischenzeit war die COO-Stelle kommissarisch besetzt.

Zu Cronjes Aufgaben als COO gehöre unter anderem die Stärkung der Integrität und der Effizienz im Investmentbanking, hieß es in der Mitteilung. Er werde direkt mit den für Finanzen, Technik, Marketing und interne Kontrollen zuständigen Abteilungen zusammenarbeiten.