AMD-Umsatz höher als erwartet - Düstere Prognose

Mittwoch, 23. Januar 2013, 08:14 Uhr
 

San Francisco (Reuters) - Der US-Chiphersteller AMD hat im abgelaufenen Quartal etwas mehr Umsatz gemacht als von Analysten erwartet.

Fallende PC-Absätze drücken aber weiter kräftig aufs Geschäft. Die Umsatzprognose für das aktuelle Vierteljahr liegt unter den Expertenprognosen. Börsianer reagierten allerdings zunächst positiv auf den nach Börsenschluss veröffentlichten Zwischenbericht, die AMD-Aktie legte im nachbörslichen Handel um zwei Prozent zu.

Im Schlussquartal 2012 fielen die Erlöse auf 1,16 (Vorjahreszeitraum: 1,69) Milliarden Dollar. Branchenexperten hatten allerdings im Schnitt lediglich mit 1,15 Milliarden gerechnet. Der Nettoverlust weitete sich auf 473 (minus 177) Millionen Dollar aus. Für das laufende Vierteljahr sagte das Management einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorquartal von neun Prozent voraus, wobei die Schwankungsbreite bei drei Prozentpunkten mehr oder weniger liege. Der Mittelwert der Konzernprognose beläuft sich auf 1,056 Milliarden Dollar und damit unter den Markterwartungen von 1,108 Milliarden.

Wie Rivale Intel macht auch AMD der Siegeszug mobiler Geräte wie Smartphones und Tablets zu schaffen, der sehr stark auf die Nachfrage nach herkömmlichen PCs und Laptops und damit auch nach Halbleitern der beiden Unternehmen drückt. Auch die langerhoffte Markteinführung des neuen Betriebssystems Windows 8 von Microsoft im Oktober brachte keine Wiederbelebung der Umsätze.