Siemens-Aktionäre nehmen Osram entgegen

Donnerstag, 24. Januar 2013, 08:11 Uhr
 

München (Reuters) - Die Siemens-Aktionäre haben mit großer Mehrheit die bisherige Konzerntochter Osram entgegengenommen.

Auf der Hauptversammlung am Mittwoch votierten gut 98 Prozent der anwesenden Stimmen dafür, künftig den Großteil der Osram-Anteile direkt zu halten. Siemens will nicht mehr in die Leuchtmitteltochter investieren und tritt gut 80 Prozent an die eigenen Eigentümer ab. Die Börsennotierung des Traditionsunternehmens soll im weiteren Jahresverlauf erfolgen. Zuvor müssen noch Einsprüche vor Gericht abgewartet werden.

Osram blickt Analysten zufolge in eine düstere Zukunft. Im Leuchtdioden-Geschäft haben die Münchner mit starker Konkurrenz aus dem Fernen Osten zu kämpfen.

Die Kritik an der Siemens-Führung wegen zahlreicher Patzer im vergangenen Geschäftsjahr fand in der Abstimmung über die Bilanz des Vorstands kaum Niederschlag. Vorstandschef Peter Löscher und seine Kollegen wurden von den Eignern mit jeweils mehr als 98 Prozent entlastet. Allein die erneute Berufung des den 69-jährigen Aufsichtsratschefs Gerhard Cromme stieß auf etwas Widerstand. Der Manager wurde mit verhältnismäßig schwachen 91 Prozent erneut in das Gremium gewählt. Die Aufsichtsräte wählen am späteren Abend ihren neuen Vorsitzenden.