Neuausrichtung der Landesbank Berlin nimmt konkrete Züge an

Samstag, 26. Januar 2013, 15:25 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Der Umbau der Landesbank Berlin (LBB) geht in die heiße Phase.

In den kommenden Wochen sollen Details über das Andocken des Kapitalmarkt- und Fondsgeschäfts der LBB an den Fondsdienstleister Deka festgelegt werden. Bis zu 300 LBB-Mitarbeiter könnten dabei zur Deka wechseln, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Wochenende zu Reuters. Die bisherigen Gespräche seien sehr gut und konstruktiv verlaufen, sagte ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV). Die exakte Zahl der LBB-Mitarbeiter, die zur Deka wechseln werden, stehe aber noch nicht fest.

Ein Großteil der betroffenen LBB-Mitarbeiter könne auch nach dem Wechsel zur Deka von Berlin aus arbeiten, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Laut "Süddeutscher Zeitung" werden "weniger als 50 Leute" in die Deka-Zentrale nach Frankfurt umziehen. Das Blatt berichtete außerdem, LBB-Kapitalmarktvorstand Serge Demoliere werde in den Vorstand der Deka wechseln. DSGV und LBB wiesen das als falsch zurück. "Da ist überhaupt nichts daran", sagte ein LBB-Sprecher.

Die Sparkassen, die Eigentümer von LBB und Deka sind, hatten im Dezember eine Neuausrichtung der Institute beschlossen. Die Landesbank Berlin wird eine reine Hauptstadtsparkasse werden, die Deka zum zentralen Wertpapieranbieter für die Sparkassen ausgebaut. Die LBB-Tochter BerlinHyp soll künftig allerdings als eigenständiger Immobilienfinanzierer für die Sparkassen positioniert werden.