Daimler, Nissan und Ford bündeln Kräfte bei Brennstoffzellen

Montag, 28. Januar 2013, 12:04 Uhr
 

Stuttgart/Hamburg (Reuters) - Daimler, Ford und Nissan treiben die Entwicklung umweltschonender Brennstoffzellen für Elektroautos künftig gemeinsam voran.

Der Stuttgarter Autokonzern gab am Montag die Ausweitung seiner bereits bestehenden Zusammenarbeit mit Ford auf den japanischen Partner Nissan bekannt. Mit dem ist Daimler bereits über Renault verbunden. Ziel der Allianz sei, 2017 Brennstoffzellen-Fahrzeuge zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Elektroautos mit dieser Technik gehört nach Meinung vieler Experten die Zukunft, da sie mit reinem Wasserstoff betankt werden und bei der Umwandlung in Strom nur Wasserdampf entweicht. Bisher gibt es aber kaum Tankstellen dafür.

Von ihrer Allianz erhoffen sich die Konzerne, dass auch Zulieferer ermutigt werden, in die kostspielige Technik zu investieren, und die Politik zudem den Ausbau der erst spärlichen Infrastruktur fördert. Daimler arbeitet bereits seit einigen Jahren mit Ford bei der Brennstoffzellen-Entwicklung zusammen. Renault soll die Möglichkeit erhalten, später zu dem Bund hinzuzustoßen. Mit dem Renault/Nissan-Bund sind die Stuttgarter über eine Überkreuzbeteiligung verknüpft. Bisher konzentriert sich diese Kooperation vor allem auf Kleinwagen und Verbrennungsmotoren.

Auch Daimlers Rivale BMW und der japanische Weltmarktführer Toyota arbeiten bei der Entwicklung von Brennstoffzellen-Autos zusammen.