IG Metall verlangt Arbeitsplatzgarantie für Opel-Arbeiter

Mittwoch, 30. Januar 2013, 08:14 Uhr
 

Berlin (Reuters) - Im Konflikt um den geplanten Sparkurs bei Opel verlangt die IG Metall vom Mutterkonzern General Motors Standort- und Beschäftigungsgarantien.

Dabei müssten alle Werke und eine möglichst große Zahl von Beschäftigten über 2016 hinaus gesichert und Deutschland als Produktions- und Entwicklungsstandort langfristig erhalten bleiben, teilte die Gewerkschaft am Dienstagabend mit. Laut Beschuss der Tarifkommission verlangt die IG Metall von GM eine "belastbare Finanzierungszusage" für die Sicherung der Standorte und Arbeitsplätze. "Wir erwarten von der GM-Führung, dass sie sich jetzt eindeutig zu Opel und zum Standort Deutschland bekennt und zeitnah ein Verhandlungsergebnis mit der IG Metall erzielt", erklärte Gewerkschaftschef Berthold Huber.

General Motors hatte vergangene Woche den Druck auf ihre angeschlagene Tochter Opel erhöht. Sollte bis Februar keine Einigung mit dem Betriebsrat und der IG Metall über ein neues Sparpaket erzielt sein, fühlt sich das Management nicht mehr an frühere Angebote gebunden. Die Fahrzeug-Produktion in der Fabrik in Bochum mit seinen knapp 3400 Beschäftigten würde dann bereits zum 1. Januar 2015 eingestellt. Bislang will GM die Produktion des Familienwagens Zafira dort 2016 auslaufen lassen. Laut früheren Angaben der Arbeitnehmervertreter will das Management aus dem Flächentarifvertrag aussteigen. Als Voraussetzung für Verhandlungen verlangt der Vorstand demnach nicht nur in Bochum, sondern auch an den Standorten Rüsselsheim, Eisenach, Kaiserslautern und Dudenhofen den Verzicht auf Lohnerhöhungen.