Boeing dämpft Sorgen vor Kostenexplosion beim Dreamliner

Mittwoch, 30. Januar 2013, 16:36 Uhr
 

New York (Reuters) - Ein dickes Auftragspolster sorgt bei Boeing für unerwartet hohe Gewinne.

Zwar sank der Überschuss im abgelaufenen Quartal, lag mit 978 Millionen Dollar aber immer noch über den Erwartungen von Analysten. Der Airbus-Konkurrent rechnet nach Angaben vom Mittwoch wegen der anhaltenden Probleme beim Prestigeflieger Dreamliner nicht mit deutlichen Einbußen im laufenden Jahr. Anleger reagierten positiv: Die Aktie legte 0,5 Prozent auf 74,10 Dollar zu.

Wichtigste Aufgabe im neuen Jahr sei es, die Batterie-Probleme zu lösen und den Dreamliner wieder zum sicheren Einsatz zu bringen, sagte Boeing-Chef Jim McNerney. Die Produktion werde weiterlaufen. Ausliefern will der Konzern aber weiter nicht. Das schürt die Sorge vor hohen Kosten, die durch den Entzug der Starterlaubnis sowie die Behebung der Batterieprobleme an den bislang gebauten 125 Maschinen entstehen könnten. Um die genauen Auswirkungen abzuschätzen, sei es noch zu früh, sagte Analyst Ken Herbert von Imperial Capital.

Boeing hat einen Auftragsbestand in Rekordhöhe von fast 4400 Flugzeugen im Gesamtwert von 319 Milliarden Dollar angesammelt. Im vierten Quartal wurden unter dem Strich 394 Bestellungen verbucht. Analyst Herbert sagte, vor allem eine höhere Gewinnspanne bei den Verkehrsflugzeugen habe für den unerwartet hohen Gewinne gesorgt. Der Überschuss je Aktie im Quartal sank zwar bereinigt auf 1,28 Dollar. Analysten hatten aber nur mit 1,19 Dollar gerechnet. Allerdings enttäuschte das in Aussicht gestellte Ergebnis von 5,00 bis 5,20 Dollar für das Gesamtjahr einzelne Analysten. Der Umsatz kletterte deutlich um 14 Prozent auf 22,3 Milliarden Dollar.