Schwächelnder Absatz in Europa und China belastet Honda

Donnerstag, 31. Januar 2013, 08:42 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Honda hat wegen der Absatzkrise in Europa seine Jahresziele zurückgeschraubt.

Trotz eines Gewinnsprungs im abgelaufenen Vierteljahr werde für das im März endende Geschäftsjahr nur noch mit einem Überschuss von umgerechnet rund drei Milliarden Euro gerechnet, teilte Japans drittgrößter Autobauer am Donnerstag mit. Das sind 1,3 Prozent weniger als bisher prognostiziert. Dem Unternehmen mache auch zu schaffen, dass sich das Geschäft in China langsamer erhole als erwartet, sagte Hondas Vize-Präsident Tetsuo Iwamura. Die japanischen Autobauer hatten in China zuletzt darunter gelitten, dass wegen eines Streits zwischen beiden Ländern um eine Inselgruppe japanische Produkte boykottiert wurden.

Im dritten Geschäftsquartal steigerte Honda seinen Überschuss um 62 Prozent auf umgerechnet knapp 630 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum litt das Unternehmen noch unter Lieferengpässen nach einer Flutkatastrophe in Thailand. Analysten hatten allerdings mit einer kräftigeren Erholung und einem höheren Gewinn gerechnet. Für das laufende Quartal erhofft sich Honda Rückenwind vom schwächeren Yen. Im Gegensatz zur heimischen Konkurrenz dürfte Honda von der Abwertung der Landeswährung besonders profitieren. Der Konzern erwirtschaftet etwa 40 Prozent seines Gesamtumsatzes in den USA. 2013 setzt Honda auf Wachstum. Ziel sei es den Absatz um 15 Prozent auf 4,4 Millionen Fahrzeuge zu erhöhen, sagte Iwamura.

Am 5. Februar veröffentlicht Toyota seine Bilanz, Nissan folgt am 8. Februar.