Toyota verkauft in China seit Monaten wieder mehr Autos

Freitag, 1. Februar 2013, 11:13 Uhr
 

Shanghai/Peking/Detroit (Reuters) - Der japanische Autohersteller Toyota hat zu Jahresbeginn erstmals seit Monaten wieder seinen Fahrzeugabsatz in China gesteigert.

Im Januar hätten Toyota und seine chinesischen Partner nach Angaben vom Freitag insgesamt 72.500 Autos an die Kunden gebracht - ein Plus von 23,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der weltgrößte Autobauer konnte seine Verkäufe in der Volksrepublik erstmals seit Juni steigern, als chinesische Kunden mit einem Boykott japanischer Waren begannen. Hintergrund ist ein Streit um eine Inselgruppe, auf die sowohl die Regierung in Peking als auch die in Tokio Anspruch erhebt. Toyota führte den jüngsten Anstieg der Verkäufe vor allem auf saisonale Faktoren wie die Lage chinesischer Feiertage zurück.

Eine ganze Woche mit feiertagsbedingt geschlossenen Autohäusern lag 2012 im Januar und fällt dieses Jahr erst in den Februar, wie Toyota erklärte. Auch Analysten hielten es für verfrüht, die durch die politischen Spannungen bedingten Absatzprobleme der Japaner in China als gelöst zu betrachten. Dabei konnten andere Autobauer gerade in der Volksrepublik zuletzt kräftig zulegen.

CHINA-MARKT STIMMT AUDI FÜR 2013 OPTIMISTISCH

So ist China auch für die Volkswagen-Tochter Audi enorm wichtig geworden: Nahezu jeden dritten Neuwagen setzen die Ingolstädter dort mittlerweise ab. Sie rechnen damit, dass der gesamte Markt 2013 um sechs bis acht Prozent anzieht. Das Luxus-Segment werde noch stärker wachsen, sagte China-Chef Dietmar Voggenreiter der Nachrichtenagentur Reuters in Peking.

In Japan lief das Geschäft der Autobranche insgesamt zum Jahresauftakt allerdings nicht rund: Der Fahrzeugabsatz sank im Januar um 7,8 Prozent, wie aus Statistiken japanischer Branchenverbände hervorging. Auf seinem Heimatmarkt stellt sich auch Toyota für das Gesamtjahr auf rückläufige Verkäufe ein.

In den USA rangiert der japanische Branchenprimus dagegen bei der Wahrnehmung durch die Kunden ganz oben. In der Hitliste der Zeitschrift "Consumer Reports" folgen auf Platz zwei und drei Ford und Honda. Mercedes-Benz rangiert hinter der GM-Marke Chevrolet auf Platz fünf, BMW belegt den achten Rang. Untersucht wird, welche Marken die US-Verbraucher mit Eigenschaften wie Sicherheit, Qualität, Leistung, Design und Technologie verbinden.