All Nippon will wegen 787-Pannen andere Boeing-Maschinen früher

Sonntag, 3. Februar 2013, 13:00 Uhr
 

Tokio (Reuters) - Wegen der Pannenserie beim neuen Langstreckenjet Boeing 787 Dreamliner will die japanische All Nippon Airways auf andere neue Maschinen des US-Flugzeugbauers früher zurückgreifen.

Asiens größte Fluggesellschaft verhandele mit Boeing über eine schnellere Auslieferung von drei Jets vom Typ 777, sagte ANA-Vizepräsident Shinzo Shimizu der Zeitung "Nikkei" vom Sonntag. Damit wolle das Unternehmen Einbußen wegen des weltweiten Flugverbots für die 787 zumindest etwas auffangen. Zudem erwäge ANA, einige ältere Airbus A320 länger im Betrieb zu lassen.

Nach der Notlandung eines ANA-Dreamliners am 16. Januar wegen eines Batterie-Brands müssen bis zur Klärung der Ursache alle Maschinen des Boeing-Fliegers am Boden bleiben. ANA hat deswegen bis zum 18. Februar fast 850 Flüge gestrichen. Davon sind rund 82.000 Passagiere betroffen. Im Januar kostete dies ANA 15 Millionen Dollar an Umsatz. Das Unternehmen ist nach Umsatz gerechnet die größte asiatische Fluggesellschaft.

ANA verfügt bereits über zahlreiche Maschinen von Typ 777, die in den 90er Jahren auf den Markt kam. Während die 777 in herkömmlicher Bauweise konstruiert ist, setzt Boeing bei der 787 auf leichte Verbundwerkstoffe. Das Flugzeug verbraucht deswegen deutlich weniger Treibstoff.