Uhrenkonzern Swatch schafft neuen Rekordgewinn

Montag, 4. Februar 2013, 16:12 Uhr
 

Zürich (Reuters) - Nach einem überraschend hohen Gewinnsprung geht der Uhren- und Luxusgüterkonzern Swatch das Jahr 2013 mit Optimismus an.

Der Gewinn des größten Uhrenherstellers der Welt stieg im vergangenen Jahr um 26 Prozent auf den Rekordwert von 1,6 Milliarden Franken (1,3 Mrd Euro), wie Swatch am Montag mitteilte. Das neue Jahr habe "im Januar mit einem weiteren gesunden Wachstum" begonnen, erklärte der Schweizer Konzern. Im vergangen Jahr hatte Swatch mit einem Plus von 14 Prozent auf 8,143 Milliarden Franken einen Umsatzrekord geschafft. Die Dividende soll um einen Franken auf 6,75 Franken steigen.

An der Börse kamen die Zahlen gut an: Der Swatch-Kurs stieg am Morgen um 4,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 542 Franken. Die Aktie legte dieses Jahr bereits 16 Prozent zu. Im vergangenen Jahr waren die Titel um 31 Prozent gestiegen.

"Die Signale von den Märkten weltweit weisen klar auf weiteres gesundes Wachstumspotenzial für die schweizerische Uhrenindustrie und die Swatch Group hin", erklärte der Konzern. Das Unternehmen deckt von Luxusmarken wie Breguet und Omega bis zu der Plastik-Uhr Swatch das ganze Uhrenspektrum ab und expandiert mit der Übernahme der Diamanten-Marke Harry Winston nun auch in das teure Schmuck-Segment. "Das Potenzial für die Swatch Group ist auch für das Jahr 2013 sehr groß". Langfristig sei in der Schweizer Uhrenindustrie ein Wachstum von jährlich fünf bis zehn Prozent realistisch.

Analysten hatten mit einem Gewinnwachstum um 16 Prozent auf knapp 1,49 Milliarden Franken gerechnet. Dass es mehr wurde, war nach Ansicht der Experten auf höhere Margen im Bereich Uhren & Schmuck zurückzuführen. Swatch habe offenbar die Effizienz im Produktionsprozess noch einmal erhöhen können, erklärte Kepler-Analyst Jon Cox. Nach Ansicht von Vontobel-Analyst Rene Weber ist die Margenentwicklung die positive Überraschung. Die Betriebsgewinnmarge im Konzern stieg auf 25,4 von 23,9 Prozent im Vorjahr. Beim Rivalen LVMH war die Marge hingegen zurückgegangen. Die permanente Kostenkontrolle und innovative Produktionsmethoden schienen sich bei Swatch auszuzahlen, erklärte die Bank Notenstein in einem Kommentar.

 
Swatch watches are displayed in front of a shop at the central station in Zurich February 4, 2013. Swatch Group SA is optimistic about growth prospects for this year after the world's biggest watchmaker reported a 26 percent rise in 2012 profit and hiked its dividend. The outlook for luxury goods companies, including Swatch, had become more uncertain due to slower growth in China, which is a big market for fashion and high-end watches, such as the Swiss company's Breguet and Omega brands. REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLAND - Tags: BUSINESS)