Tarifgespräche für Sicherheitsleute abgebrochen - Streiks drohen

Donnerstag, 7. Februar 2013, 19:04 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Reisende müssen sich auf neue Streiks an den Flughäfen in Nordrhein-Westfalen einstellen.

Das Sondierungsgespräch im Tarifkonflikt des Sicherheitsgewerbes in Nordrhein-Westfalen sei ergebnislos abgebrochen worden, teilte die Gewerkschaft Verdi am Donnerstag mit. "Damit sind weitere Streiks des privaten Sicherheitspersonals an Flughäfen und bei anderen Einrichtungen und Objekten wahrscheinlich", erklärte die Gewerkschaft.

Im Streit um höhere Löhne hatten Ende Januar Beschäftigte an den Sicherheitschecks der Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn die Arbeit niedergelegt. Hunderte Flüge fielen aus, zahlreiche Passagiere mussten auf andere Verkehrsmittel ausweichen oder strandeten.

Die Passagiere an den Flughäfen werden von sogenannten Luftsicherheitsassistenten kontrolliert - sie sind Angestellte von Firmen, die die Aufgabe im Auftrag der Bundespolizei übernehmen. Nach Gewerkschaftsangaben arbeiten 70 bis 80 Prozent der Sicherheitsleute in Nordrhein-Westfalen in der untersten Lohngruppe und erhalten in der Stunde von 8,23 Euro. Verdi fordert 2,50 Euro mehr pro Stunde. Der Verband der Sicherheitsfirmen BDSW nennt die Forderung "völlig überzogen".