BMW bleibt mit Absatzplus hinter Audi zurück

Freitag, 8. Februar 2013, 13:05 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Im Rennen mit Audi hat BMW zu Jahresbeginn an Boden verloren.

Die Kernmarke BMW steigerte den Absatz im Januar zwar kräftig um 11,5 Prozent auf rund 107.300 Einheiten - ein Rekord, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Allerdings blieben die Münchner damit hinter der VW-Tochter Audi aus dem nahen Ingolstadt, die mit einem Absatzplus von über 16 Prozent auf 111.750 Fahrzeuge ein fulminanter Start ins neue Jahr gelungen war. Am schwächsten war die Daimler-Kernmarke Mercedes-Benz mit plus 9,2 Prozent gestartet.

Besonders kräftig steigerte sich BMW in China, wo die weiß-blaue Marke 14,3 Prozent mehr Fahrzeuge an die Kundschaft brachte als vor Jahresfrist. Auf dem für Oberklasseautos ebenfalls wichtigen US-Markt kletterten die Auslieferungen aber nur marginal um 0,7 Prozent. Im krisengeplagten Westeuropa verbuchte BMW nur in Italien keinen Zuwachs - insgesamt legte der Absatz der Kernmarke nach Angaben einer Sprecherin in Westeuropa um 11,1 Prozent zu. Auf dem Heimatmarkt in Deutschland steigerte BMW sich um 8,5 Prozent.

AUCH CHINESEN FAHREN MINI

Insgesamt schlug der Münchner Konzern, zu dem neben BMW auch die Kleinwagenmarke Mini gehört, im Januar rund um den Globus rund 123.300 Fahrzeuge los, plus zehn Prozent und nach Unternehmensangaben ebenfalls Rekord. Bei BMW waren vor allem das Mittelklassemodell 3er und der kleine Geländewagen X1 stark gefragt. Auch der etwas größere X3 und der kompakte Golf-Konkurrent 1er verbuchten Zuwächse. Das Gleiche gilt für den besonders bei Geschäftsleuten beliebten 5er und den 6er. Mini steigerte den Absatz in China um ein Fünftel. Weltweit hielt sich das Verkaufsplus wegen bevorstehender Modellwechsel jedoch in Grenzen (plus 0,6 Prozent).

Auch dank der Zuwächse in China zeigte sich BMW sich für die nächsten Monate optimistisch. In Europa dürften die Rahmenbedingungen in einigen Märkten zwar schwierig bleiben, dagegen rechnet der Konzern in Asien und Amerika mit weiteren Zuwächsen. "Mit den neuen Modellen, die im laufenden Jahr an den Start gehen und uns weiteren Rückwind verschaffen werden, haben wir die Weichen für weiteres Wachstum gestellt und streben damit das dritte Rekordjahr in Folge an", sagte Vertriebsvorstand Ian Robertson.

AUCH PORSCHE LEGTE IN CHINA ZU

Für Oberklasseautobauer wird China immer wichtiger, weil sich die aufstrebende Mittelklasse dort immer mehr Luxusautos leistet. Davon profitiert auch der Sportwagenbauer Porsche, der vor allem mit seinen großen Modellen Pamanera und Cayenne bei den Chinesen landen kann. Im abgelaufenen Jahr lieferte die zu Volkswagen gehörende Marke in Festlandchina, Hongkong und Macau 31.200 Fahrzeuge aus, plus 28 Prozent. Damit ist dies für Porsche die am schnellsten wachsende Region.

 
The BMW logo is seen on a BMW 650i xDrive car on media day at the Paris Mondial de l'Automobile, September 28, 2012. The Paris auto show opens its doors to the public from September 29 to October 14. REUTERS/Christian Hartmann (FRANCE - Tags: TRANSPORT BUSINESS LOGO)