Australische Regierung bestätigt Monopol im Clearing-Geschäft

Montag, 11. Februar 2013, 07:46 Uhr
 

Sydney (Reuters) - Der australische Börsenbetreiber ASX muss vorerst keine Konkurrenz für sein Abwicklungsgeschäft durch den europäischen Anbieter LCH.Clearnet fürchten.

Die australische Regierung kündigte am Montag an, eine Entscheidung über eine Öffnung des Marktes für das sogenannte Clearing werde erst in zwei Jahren fallen. Finanzminister Wayne Swan begründete den Aufschub damit, dass die ASX sich zu bestimmten Schritten für mehr Transparenz bereit erklärt habe.

Die Sorge über einen Verlust der Kontrolle über die heimischen Abwicklungssysteme war für Swan bereits beim Veto im Jahr 2011 gegen die Übernahme von ASX durch die Singapore Exchange ein entscheidender Faktor. Die Singapore Exchange hatte acht Milliarden Dollar für ASX geboten.

Bislang hat lediglich LCH.Clearnet eine Lizenz für Australien beantragt. Das in London ansässige Unternehmen war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Die Londoner Börse will für 366 Millionen Euro die Mehrheit an LCH.Clearnet übernehmen.