LBBW stellt Geschäft mit Börsengängen auf den Prüfstand

Mittwoch, 13. Februar 2013, 19:04 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) prüft Konsequenzen aus der Pleite des Leuchtenherstellers Hess.

"Wir werden die derzeitige Situation und die Abläufe natürlich sehr sorgfältig analysieren", erklärte die Bank am Mittwochabend. Die LBBW hatte den Börsengang (IPO) des Unternehmens aus Villingen-Schwenningen organisiert, das knapp vier Monate später am Mittwoch Insolvenz anmeldete. Die LBBW habe bei Hess die üblichen Sorgfaltspfichten eingehalten, erklärte die Bank.

Ob das Institut weiterhin Börsengänge begleiten werde, sei nach der Insolvenz von Hess offen. "Ob und in welchen Fällen wir künftig für IPO-Begleitungen zur Verfügung stehen, werden wir auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse entscheiden." Die LBBW, die zahlreichen Mittelständlern in Baden-Württemberg als Kunden hat, war bei Börsengängen zuletzt nur selten als federführende Bank aufgetreten. Deutschlands größte Landesbank wolle aber auch künftig Unternehmen bei der Beschaffung von Kapital über die Börse helfen - also etwa bei Kapitalerhöhungen und der Begebung von Anleihen.