ABB stockt trotz schrumpfenden Gewinns Dividende auf

Donnerstag, 14. Februar 2013, 07:39 Uhr
 

München (Reuters) - Der Schweizer Elektrokonzern ABB gönnt seinen Aktionären trotz schrumpfender Gewinne eine höhere Dividende.

Obwohl der Jahresüberschuss 2012 um rund 15 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar zurückging, will Vorstandschef Joe Hogan die Ergebnisbeteiligung um drei Rappen auf 0,68 Schweizer Franken je Anteilsschein erhöhen, wie die Zürcher am Donnerstag mitteilten. Vor allem die laufende Sanierung seiner Energietechniksparte verhagelte ABB im vierten Quartal das Ergebnis. Wegen Sonderlasten von 350 Millionen Dollar sank der Quartalsgewinn um gut ein Viertel auf 604 Millionen Dollar.

Umsätze und Auftragslage blieben für den Siemens-Rivalen im Wesentlichen zuletzt stabil. Die Einnahmen kletterten im Schlussquartal um vier Prozent auf elf Milliarden Dollar, die Summe der Neubestellungen nahm im gleichen Umfang auf 10,5 Milliarden Dollar zu. "Wir haben ein weiteres Mal gezeigt, dass wir über den gesamten Konjunkturzyklus stabile Ergebnisse liefern können", pries ABB-Chef Hogan seine Arbeit. "2012 haben wir weitreichende Maßnahmen zur Anpassung unserer geografischen Ausrichtung und unseres Portfolios ergriffen. Besonders mit der Übernahme von Thomas & Betts konnten wir unsere Stellung im großen und wachsenden nordamerikanischen Markt weiter ausbauen. Auch organisch haben wir in einem hart umkämpften Markt ordentlich Umsätze und Erträge erzielt."

Eine konkrete Prognose für das laufende Jahr scheute der Amerikaner. "Die Nachfragesituation für das Jahr 2013 wird voraussichtlich maßgeblich durch kurzfristigere Trends wie die wachsende Industrieproduktion und staatliche Maßnahmen bestimmt werden", erklärte er. Der Konzern werde beweisen, dass er auch in turbulenten Zeiten stabile Umsätze und Erträge erwirtschaften könne.