Luxus-Marken von PPR lassen Puma schlecht aussehen

Freitag, 15. Februar 2013, 15:31 Uhr
 

Paris (Reuters) - Die Luxus-Marken füllen dem französischen Konzern PPR die Kasse und gleichen die Schwäche der Sport-Tochter Puma aus.

Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr auf vergleichbarer Basis um rund zehn Prozent auf 9,74 Milliarden Euro, wie PPR am Freitag mitteilte. Der Nettogewinn der nicht zum Verkauf stehenden Bereiche erhöhte sich auf 1,36 Milliarden Euro, nachdem im Jahr zuvor nur gut eine Milliarde zu Buche stand.

An der Börse kam die Bilanz - die operativen Zahlen lagen leicht über den Markterwartungen - sehr gut an: PPR-Aktien verteuerten sich um knapp sechs Prozent. Das Management zeigte sich zuversichtlich, Umsatz und Gewinn auch in diesem Jahr zu steigern. Die Dividende soll um sieben Prozent auf 3,75 Euro je Aktie angehoben werden.

GUCCI GEFRAGT

Die Luxus-Sparte von PPR verbuchte im vierten Quartal ein Umsatzplus von 14 Prozent. Bei Gucci, dem Hauptrivalen von Louis Vuitton, ging es mehr als acht Prozent nach oben, bei Bottega Veneta sogar um fast ein Drittel. Der Konzern wird dabei immer weniger abhängig von der rezessionsgeplagten Euro-Zone. Dagegen wird Asien wichtiger. China ist im Luxus-Segment einer der am schnellsten wachsenden Märkte überhaupt für die Branche.

Eines der Sorgenkinder von PPR ist dagegen die deutsche Tochter Puma. Sie fuhr 2012 zwar einen Rekordumsatz ein, allerdings nur dank hoher Rabatte. Die Raubkatzen-Marke ist beim Kunden nicht mehr so begehrt, was zulasten der früher sehr hohen Marge geht. Der Konzernumbau kostet den Sportartikel-Hersteller zudem mehr Geld als gedacht. Deswegen brach der Überschuss 2012 um über zwei Drittel auf 70 Millionen Euro ein.

Noch schlechter sieht es für PPR bei den zum Verkauf stehenden Marken Redcats und Fnac aus. Sie häuften vergangenes Jahr einen Verlust von 276 Millionen Euro an. Die roten Zahlen gehen vor allem auf kostspielige Umbaumaßnahmen und hohe Abschreibungen zurück.