Blatt: EADS-Untersuchungen zu Eurofighter-Affäre verzögern sich

Dienstag, 19. Februar 2013, 08:46 Uhr
 

Berlin (Reuters) - EADS nimmt sich einem Pressebericht zufolge mehr Zeit für die Aufklärung von Bestechungsvorwürfen im Zusammenhang mit dem Eurofighter-Geschäft mit Österreich.

Wie die Zeitung "Die Welt" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, sollen die internen Ermittlungen nicht wie bislang geplant bis Ende Februar, sondern erst bis zur Jahresmitte abgeschlossen werden. "Sorgfalt geht vor Schnelligkeit", zitierte das Blatt einen Unternehmenssprecher.

EADS-Chef Tom Enders hatte zuletzt eine "Kriminalisierung und Vorverurteilung" der Airbus-Mutter beklagt. Die Staatsanwaltschaften in Wien und München nehmen den Rüstungsdeal mit Österreich unter die Lupe. Sie gehen dem Verdacht von Schmiergeldzahlungen und Scheingeschäften nach. Beim Kauf von 15 Eurofighter-Kampfjets für 1,7 Milliarden Euro hatte die Regierung in Wien mit EADS ein Gegengeschäft vereinbart. Demnach müssen bis 2018 österreichische Unternehmen Aufträge erhalten, deren Volumen mehr als doppelt so groß ist wie der Eurofighter-Kauf.

 
REUTERS/Marko Djurica