Anlagenbauer Dürr will 2013 Rekorde fortschreiben

Dienstag, 19. Februar 2013, 08:39 Uhr
 

Stuttgart (Reuters) - Der Anlagen- und Maschinenbauer Dürr hat im vergangenen Jahr mit Rückenwind durch die Expansion der Autohersteller in Schwellenländern Rekorde bei Umsatz und Ergebnis eingefahren.

Daher will der vom früheren Deutsche Bahn-Chef Heinz Dürr kontrollierte Konzern die Dividende kräftig auf 2,25 Euro je Aktien von zuvor 1,20 Euro erhöhen, wie Dürr am Dienstag in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart mitteilte. "Durch die starke Nachfrage der Automobilindustrie waren unseren Kapazitäten voll ausgelastet", zog Dürr-Vorstandschef Ralf Dieter Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr.

"2013 und darüber hinaus wollen wir an das erreichte Ertragsniveau anknüpfen", sagte der Manager. Die Nachfrage der Autobauer sei weiterhin gut. Mit dem zum Jahresende 2012 um acht Prozent höheren Auftragsbestand von 2,3 Milliarden Euro ist der vor allem für seine Lackier- und Montageanlagen bekannte Konzern mit zuletzt knapp 7700 Beschäftigten rechnerisch ein Jahr ausgelastet.

Der Umsatz kletterte 2012 um ein Viertel auf den Rekordwert von rund 2,4 Milliarden Euro, auch vor Steuern und Zinsen verdiente Dürr mit 176,9 Millionen Euro so viel wie nie zuvor und zwei Drittel mehr als im Vorjahr. Nach Steuern verblieben mit 111 Millionen Euro 73 Prozent mehr in der Kasse. Der Auftragseingang habe mit knapp 2,6 Milliarden Euro nahezu die Bestmarke des Jahres 2011 erreicht, teilte Dürr weiter mit. Ein Drittel der Bestellungen sei aus China eingegangen, wo der Hunger nach neuen Autos weiter ungestillt ist.

"Ein stabiles Konjunkturumfeld vorausgesetzt, erwartet Dürr im Jahr 2013 leichte Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis", stellte das Management in Aussicht. Die operative Marge (vor Steuern und Zinsen) soll zwischen sieben und 7,5 Prozent liegen, 2012 wurden knapp 7,4 Prozent vom Umsatz als Betriebsgewinn verbucht. Zudem will der Anlagenbauer weltweit Aufträge im Wert von 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro einsammeln.