Immobilienbank Aareal will 2013 von Krise nichts mehr wissen

Mittwoch, 20. Februar 2013, 09:09 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Der Immobilienfinanzierer Aareal hat 2012 wie erwartet einen Gewinnrückgang verbucht.

Das Betriebsergebnis lag bei 176 Millionen Euro und damit fünf Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres, wie das Wiesbadener Institut am Mittwoch mitteilte. Unter dem Strich und nach Abzug der Zinsen für die verbliebenen Stillen Einlagen des Bankenrettungsfonds SoFFin blieben 85 Millionen Euro übrig, ein Minus von neun Prozent.

Aareal ist zwar vergleichsweise gut im Geschäft mit strukturierten Immobilienfinanzierungen unterwegs, auch weil die Konkurrenz schwindet. So reichte die Bank Darlehen im Volumen von 6,3 (2011: 8,0) Milliarden Euro aus und übertraf damit ihre eigenen Prognosen deutlich. Doch legte Aareal über weite Teile des vergangenen Jahres aus Vorsicht überschüssige Liquidität zu Mini-Zinsen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) an. Das belastete den Zinsüberschuss.

Im laufenden Jahr soll sich das Schritt für Schritt ändern. Vorstandschef Wolf Schumacher macht eine Entspannung in der Euro-Schuldenkrise aus und will die bei der EZB angelegten Mittel reduzieren. Die eine Milliarde Euro, die sich Aareal beim zweiten Dreijahrestender der EZB Anfang 2012 besorgt hatte, will die Bank zum 28. Februar vollständig zurückzahlen. Das Institut ist gut kapitalisiert und spielt Finanzkreisen zufolge inzwischen sogar schon wieder Übernahmen durch. Außerdem peilt Aareal 2013 ein Neugeschäft von sechs bis sieben Milliarden Euro an. Bestenfalls sei daher sogar ein Betriebsergebnis auf dem Niveau von 2011 möglich, erklärte Schumacher, der sonst eher konservativ plant. Ab 2014 könnte den Anlegern dann wieder eine Dividende winken.