Gewinn von Allianz-Rivale Axa fällt - Dividende aber hoch

Donnerstag, 21. Februar 2013, 18:29 Uhr
 

Paris (Reuters) - Der französische Versicherer Axa hat anders als sein deutscher Erzrivale Allianz den Gewinn im vergangenen Jahr nicht ausbauen können.

Axa wies für 2012 einen Überschuss von 4,15 Milliarden Euro aus, ein leichter Rückgang gegenüber dem Jahr zuvor, wie der Pariser Konzern am Donnerstag mitteilte. 2011 hatten noch Sondererlöse aus dem Verkauf von Töchtern das Ergebnis nach oben gehievt. Diese fielen dieses Mal nicht mehr an. Axa verfehlte auch die Analystenerwartungen deutlich. An der Börse verloren die Aktien daraufhin mehr als drei Prozent. Das Management will nun 200 Millionen Euro mehr einsparen als mittelfristig eigentlich geplant war.

Anders als die Allianz will Axa aber die Dividende für 2012 um drei Cent auf 0,72 Euro je Anteilsschein anheben. Die Münchner, vor Axa Europas größte Assekuranz, bleiben dagegen bei 4,50 Euro je Aktie, obwohl sie den Nettogewinn vergangenes Jahr auf 5,2 Milliarden Euro verdoppelt haben.

Beide Unternehmen profitierten 2012 von vergleichsweise geringen Belastungen durch Naturkatastrophen. Nur Hurrikan "Sandy", der vor allem im Großraum New York für Zerstörungen gesorgt hatte, traf die Branche hart. Auch an den Kapitalmärkten beruhigte sich die Lage, nachdem 2011 noch hohe Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen anfielen.

Axa steigerte die Jahreseinnahmen geringer als von Analysten erwartet um zwei Prozent auf gut 90 Milliarden Euro. Zuwächse im Schaden/Unfall- und Lebensversicherungsbereich standen einem Rückgang in der Vermögensverwaltung gegenüber. Bei der Allianz erhöhten sich die Einnahmen um knapp drei Prozent auf 106,4 Milliarden Euro. Der Dax-Konzern ist vor allem dank seiner US-Tochter Pimco in der Vermögensverwaltung stärker aufgestellt als der Rivale aus Frankreich.

 
The AXA Asia Pacific logo sign is seen. REUTERS/Mick Tsikas (AUSTRALIA - Tags: BUSINESS)