Insider: Deutsche Annington will vor Sommer an die Börse

Freitag, 22. Februar 2013, 08:26 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern Deutsche Annington will Finanzkreisen zufolge noch vor der Sommerpause den Sprung an die Börse schaffen.

Angepeilt werde eine Erstnotiz um den 4. Juli herum, sagten zwei mit den Planungen vertraute Personen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Investmentbanken Morgan Stanley und JP Morgan seien mit der Organisation des Börsengangs betraut worden. Es wäre der zweite milliardenschwere Börsengang eines deutschen Wohnungskonzerns in diesem Jahr: Vor drei Wochen hatten die Eigentümer der LEG Immobilien mehr als 1,3 Milliarden Euro mit dem Verkauf der Aktien eingenommen. Investmentbanker schätzen das Volumen für die Deutsche Annington auf 1,0 bis 1,5 Milliarden Euro. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern.

Finanzvorstand Stefan Kirsten hatte noch im Oktober einen Termin für das Intitial Public Offering (IPO) frühestens Ende dieses Jahres in Aussicht gestellt. Das Bochumer Unternehmen gehört dem Finanzinvestor Terra Firma. Es hatte erst im Dezember seine milliardenschwere langfristige Refinanzierung über die Bühne gebracht. Derzeit sucht Deutsche Annington noch nach einem neuen Vorstandschef, nachdem Wijnand Donkers im September zurückgetreten war. Die Suche soll laut Finanzkreisen in den nächsten Wochen abgeschlossen sein.

Annington verwaltet mehr als 210.000 Wohnungen in Deutschland, die insgesamt mit zehn Milliarden Euro bewertet werden. Auf mittlere Sicht gilt der Konzern damit als Kandidat für den Dax, in den es noch keine Immobiliengesellschaft geschafft hat.