Gericht ebnet Krisenbank Monte Paschi Zugang zu Hilfen

Freitag, 22. Februar 2013, 15:00 Uhr
 

Rom (Reuters) - Ein Gericht in Rom hat den Weg für milliardenschwere Staatshilfen an die Krisenbank Monte dei Paschi di Siena geebnet.

Das Gericht lehnte am Freitag den Antrag einer Verbraucherschutzorganisation ab, die geplanten Kredite über 3,9 Milliarden Euro zu blockieren. Am Markt kam der Beschluss gut an. Die Aktie der ältesten Bank der Welt legte über zwei Prozent zu.

Eine Reihe von Derivate- und anderen Handelsgeschäften brockte dem Institut Verluste von 730 Millionen Euro ein. Deshalb musste die drittgrößte Bank Italiens im vergangenen Jahr Staatshilfe beantragen. Die Verbraucherschutzorganisation Codacons will jedoch eine Verstaatlichung des 540 Jahre alten Geldhauses und wird nun voraussichtlich versuchen, die Kredite von einer höheren Gerichtsinstanz untersagen zu lassen. Sie könnten dem Institut schaden und in der Konsequenz auch dem ganzen Land. Das Gericht bezeichnete die Begründung als "vage und hypothetisch".

Monte dei Paschi soll die Staatshilfe nun bis Ende der nächsten Woche erhalten. Dies soll über die Ausgabe von speziellen Anleihen an das Finanzministerium erfolgen.