Ex-Vodafone-Manager soll Alcatel-Lucent aus Krise führen

Freitag, 22. Februar 2013, 17:02 Uhr
 

Paris (Reuters) - Der frühere Vodafone-Manager Michel Combes soll den französischen-amerikanischen Netzwerkbauer Alcatel-Lucent aus seiner langen Krise führen.

Der 51-Jährige löst im April den glücklosen Ben Verwaayen ab, der seinen Rücktritt angekündigt hat, wie die Pariser am Freitag mitteilten. Der bisherige Konzernchef hatte sein Amt nach einem Jahresverlust von knapp 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Sein Nachfolger steuerte zuvor das Europa-Geschäft von Vodafone und blickt auf eine Laufbahn bei der France Telekom zurück.

Alcatel-Lucent leidet wie viele andere westliche Netzwerkbauer unter dem Konkurrenzdruck durch asiatische Rivalen wie Huawei und ZTE. Seit der Fusion der beiden Vorgänger-Unternehmen 2006 hat der Konzern keinen Gewinn geschrieben. Auch der finnisch deutsche Rivale Nokia Siemens Networks teilte lange das Schicksal des Wettbewerbers, seit drei Quartalen schaffte NSN allerdings dank eines einschneidenden Sparkurses schwarze Zahlen. Der Franzose Combes war im vergangenen Jahr als Anwärter auf den Chefposten des Mobilfunkbetreibers SFR auserkoren worden, konnte die Stelle allerdings nach Querelen im Mutterkonzern Vivendi nicht antreten.