Bericht: ThyssenKrupp und EADS von Hackern angegriffen

Sonntag, 24. Februar 2013, 15:52 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Die Industriekonzerne ThyssenKrupp und EADS sind einem Bericht zufolge massiv von Computerhackern angegriffen worden - offenbar aus China.

Auf die Rechner des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS habe es vor einigen Monaten "eine bemerkenswerte" Attacke gegeben, berichtete der "Spiegel" am Sonntag unter Berufung auf Unternehmenskreise. Offenbar seien die Angreifer aus China gekommen. Der Vorgang sei so gravierend gewesen, dass EADS ihn der Bundesregierung gemeldet habe.

Ein EADS-Sprecher sagte, es sei nicht mehr und nicht weniger als eine "Standardattacke" gewesen, zu der sich EADS nicht weiter äußern wolle. Das Unternehmen arbeite auf dem Gebiet der Cyber-Sicherheit eng mit Regierungsbehörden zusammen, um sich selbst und andere zu schützen.

Auch der Stahl- und Industriekonzern ThyssenKrupp habe Mitte 2012 massive Angriffe erlebt und dem Magazin auch einen Angriff bestätigt. Demnach sei die Attacke "lokal in den USA" erfolgt. Es gebe keine Erkenntnisse, ob und was die Eindringlinge möglicherweise kopiert hätten. Die Täter hätten chinesische Adressen gehabt.

Nach einem Vorabbericht des Magazins "Focus" warnen Sicherheitsexperten nun auch in Deutschland vor Cyber-Spionage aus China. "Focus" berichtete unter Berufung auf Verfassungsschützer, allein Computer von Bundesbehörden seien im vergangenen Jahr aus China heraus mehr als tausendmal angegriffen worden.

 
The headquarters of Germany's industrial conglomerate ThyssenKrupp AG are pictured in Essen January 16, 2013. ThyssenKrupp, Germany's biggest steelmaker, warned that it saw no global economic recovery this year after a slump in steel prices and weak car markets caused a 38 percent drop in its quarterly core profit. Picture taken January 16, 2013. REUTERS/Ina Fassbender (GERMANY - Tags: BUSINESS INDUSTRIAL)