Barnes & Noble prüft Verkauf von Filialgeschäft

Montag, 25. Februar 2013, 17:41 Uhr
 

Bangalore (Reuters) - Die US-Buchhandelskette Barnes & Noble prüft den Verkauf ihres Filialgeschäfts.

Der Direktoriumsvorsitzende Leonard Riggio habe eine Offerte für die Bereiche Barnes & Noble Booksellers und barnesandnoble.com vorgelegt, teilte das Unternehmen am Montag mit. Nicht enthalten in dem Gebot ist das Geschäft mit dem elektronischen Lesegerät Nook, das Barnes & Noble 2009 als Konkurrenzprodukt zum Kindle von Amazon auf den Markt gebracht hatte. Das reine Buchgeschäft hatte in den vergangenen Jahren geschwächelt, da viele Kunden auf digitale Formate umgestiegen waren.

Riggio ist mit einem Firmenanteil von 30 Prozent bereits größter Eigner. Barnes & Noble werde den Vorschlag nun prüfen, habe sich dafür aber keinen Zeitrahmen gesetzt. Es gebe auch keine Garantie, dass die Verhandlungen zu einem Verkauf führten. Riggio wolle die Transaktion in bar und durch Übernahme von Schulden stemmen. Neben Büchern und Lesegeräten bietet Barnes & Noble Unterhaltungsspiele an.

Aktienhändler bejubelten die Pläne. Vorbörslich sprangen die Dividendenpapiere der Buchhandelskette um 25 Prozent in die Höhe. Am Freitag hatte die Barnes & Noble-Aktie mit 13,51 Dollar geschlossen. Damit war das Unternehmen an der Börse mit 809 Millionen Dollar bewertet. Barnes & Noble will seine Zahlen für das dritte Quartal am Donnerstag vorlegen.