Bayer-Krebsmittel Regorafenib kommt bei Zulassung voran

Dienstag, 26. Februar 2013, 09:23 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Das Bayer-Krebsmittel Regorafenib hat bei Zulassungsverfahren in den USA und Japan Fortschritte gemacht.

Die US-Gesundheitsbehörde FDA gab dem Medikament mit dem Handelsnamen Stivarga grünes Licht zur Behandlung sogenannter Gist-Tumore im Magen-Darm-Trakt. In Japan erhielt Regorafenib im Zulassungsverfahren für dieselbe Anwendung den Status der vorrangigen Prüfung, wie Bayer am Dienstag mitteilte. Für die Behandlung von Darmkrebs läuft in Japan schon ein beschleunigtes Zulassungsverfahren. Die US-Behörde FDA hat dem Einsatz von Stivarga zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs, der Metastasen in anderen Teilen des Körpers gebildet hat, bereits zugestimmt.

Das Mittel gehört zu vier neuen Medikamenten, denen der Leverkusener Konzern Milliardenumsätze zutraut. Allein für Stivarga hält Bayer nach früheren Angaben in der Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs und Gist einen jährlichen Spitzenumsatz von bis zu 500 Millionen Euro für möglich. Kommen noch andere Behandlungsfelder hinzu, erhöhen sich die Umsatzchancen für das Präparat auf rund eine Milliarde Euro. Bayer arbeitet bei dem Medikament mit der US-Pharmafirma Onyx zusammen.