Ziegelhersteller Wienerberger rutscht 2012 in Verlustzone

Dienstag, 26. Februar 2013, 08:40 Uhr
 

Wien (Reuters) - Der österreichische Ziegelhersteller Wienerberger ist im vergangenen Jahr wegen hoher Sanierungskosten angesichts der schwächelnden Nachfrage in Europa in die Verlustzone gerutscht.

Unter dem Strich stand 2012 ein Verlust von 40,5 Millionen Euro nach einem Gewinn von 39,4 Millionen Euro im Jahr davor, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Plus von sechs Millionen Euro gerechnet. Die Dividende soll mit 12 Cent je Aktie dennoch konstant bleiben.

Auch für das laufende Jahr erwartet Firmenchef Heimo Scheuch im europäischen Ziegelgeschäft einen schrumpfenden Markt. Das bereinigte Ergebnis (Ebitda) soll jedoch wegen der Übernahme der Kunststoffrohrfirma Pipelife auf 280 von 246 Millionen Euro in 2012 steigen.

Wienerberger hatte wegen der Nachfrageflaute in wichtigen Märkten wie den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Polen Werke stillgelegt und Kapazitäten gekürzt und dadurch 2012 Einmalkosten von 43 Millionen Euro verbucht. Bis 2014 sollen die Schritte Einsparungen von 50 Millionen Euro bringen - etwas mehr als zuletzt angekündigt.