Telekom-Wunschpartner MetroPCS fährt weniger Gewinn ein

Dienstag, 26. Februar 2013, 14:41 Uhr
 

Frankfurt (Reuters) - Wegen rückläufiger Mobilfunkeinnahmen und höheren Kosten hat der amerikanische Telekom-Wunschpartner MetroPCS einen herben Gewinnbruch erlitten.

Im Jahresschlussquartal sei der Überschuss um zwei Drittel auf 32 Millionen Dollar gefallen, teilte MetroPCS am Dienstag mit. Zu Buche habe noch ein weiterer Faktor geschlagen: Wegen der geplanten Fusion mit der Telekom-Tochter T-Mobile USA seien noch Extraaufwendungen von sieben Millionen Dollar fällig gewesen. Solche Kosten fallen bei Fusionen üblicherweise für die Bezahlung von Bankern und Anwälten an, die das Unternehmen beraten haben.

Im Gesamtjahr schnitt der Mobilfunker, der seinen Sitz in Richardson in Texas hat, besser ab. Bei einem Umsatzplus von drei Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar verdiente das Unternehmen unter dem Strich einen Überschuss von 394 Millionen Dollar - ein Anstieg von einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr.

Die Aktionäre von MetroPCS entscheiden auf der Hauptversammlung am 28. März über die geplante Fusion mit T-Mobile USA. Das Management empfehle den Anteilseignern, für das vorgeschlagene Zusammengehen zu stimmen, hieß es in der Mitteilung zu den Zahlen. Die Transaktion solle Anfang April in trockenen Tüchern sein. Allerdings regt sich bei mehreren Anteilseignern Widerstand gegen das Zusammengehen. So will die US-Anlagefirma P. Schoenfeld Asset Management gegen den Deal stimmen - mit der Begründung, dass die derzeitigen Bedingungen für MetroPCS nachteilig seien. Die Deutsche Telekom soll drei Viertel der Anteile an dem neuen Unternehmen halten, die bisherigen MetroPCS-Aktionäre bekommen den Rest sowie 1,5 Milliarden Dollar in bar.

MetroPCS ist die fünftgrößte Mobilfunkfirma der USA, die Telekom-Tochter rangiert auf Platz vier. Zusammen kämen die beiden Anbieter auf etwa 42 Millionen Handy-Kunden. Für die Telekom ist die Fusion mit dem Regionalanbieter nur die zweitbeste Lösung: Eigentlich wollten die Bonner T-Mobile USA im vergangenen Jahr für 39 Milliarden Dollar an den Telekomriesen AT&T verkaufen. Die US-Kartellbehörden stoppten den Deal jedoch.