EXKLUSIV: Vivendi mit GVT-Angeboten unzufrieden - Absage möglich

Donnerstag, 28. Februar 2013, 07:29 Uhr
 

London/Sao Paulo (Reuters) - Der Medienkonzern Vivendi könnte Insidern zufolge den geplanten Verkauf der brasilianischen Telekom-Tochter GVT wegen zu niedriger Angebote auf Eis legen.

Das höchste Gebot der Satelliten-Firma DirecTV liege bei sechs Milliarden Euro, sagten zwei mit dem Prozess vertraute Personen. Vivendi hoffe aber auf Erlöse von sieben bis acht Milliarden Euro. Die zweite noch vorliegende Offerte eines Konsortiums um KKR belaufe sich auf lediglich fünf Milliarden Euro. "Vivendi hat es nicht eilig mit dem Verkauf", sagte einer der Insider. Daher könnte der Konzern die Transaktion aussetzen, sollte das Angebot nicht angehoben werden. Weder Vivendi, noch DirecTV oder KKR waren zunächst für eine Stellungnahme zu erreichen.

Mit dem Verkauf will der französische Konzern seine Schulden verringern und dem Aktienkurs auf die Sprünge helfen. Vivendi hatte sich GVT 2009 für 2,9 Milliarden Dollar gesichert und dabei die spanische Telefonica überboten. GVT bietet Telefon-, Internet- und TV-Services in 120 brasilianischen Städten an.