Fielmann hält Aktionäre mit höherer Dividende bei Laune

Donnerstag, 28. Februar 2013, 08:33 Uhr
 

Hamburg (Reuters) - Die Optikerkette Fielmann stockt die Dividende kräftig auf.

Die Anteilseigner - darunter als größter die Familie um Firmengründer Günther Fielmann - sollen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2,70 Euro je Anteilschein erhalten, 20 Cent mehr als im Jahr davor. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einer Erhöhung von zehn Cent gerechnet. Das Unternehmen begründete den Aufschlag am Donnerstag neben der positiven Geschäftsentwicklung auch mit der guten Liquidität. Der Gewinn kletterte im abgelaufenen Jahr um drei Prozent auf 129 Millionen Euro.

Fielmann steigerte den Brillenverkauf im vergangenen Jahr um 400.000 Einheiten und kam damit auf 7,1 Millionen Stück. Gleichzeitig erhöhte sich der Marktanteil weiter. Während der Marktführer den Absatz um fünf Prozent hochschraubte, sanken die Verkaufszahlen der Konkurrenz in Deutschland um ein Prozent. Ein Sprecher sagte, die zunehmenden Angebote der Rivalen im Internet hätten sich nicht negativ auf Fielmann ausgewirkt. Immer mehr Augenoptiker bieten den Kauf von Brillen und Gläsern günstig über das Internet an, während Fielmann weiter auf Filialen und Beratung setzt.

Der Konzern aus Hamburg hat die Zahl der Niederlassungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich auf zuletzt 671 Läden ausgebaut, acht mehr als im Jahr davor. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um sechs Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Auch im laufenden Jahr soll der Marktanteil steigen. Die ersten Wochen stimmten das Unternehmen zuversichtlich, ließ der Firmenpatriarch mitteilen. Fielmann profitiert davon, dass immer mehr Menschen eine Brille benötigen und sich oft gleich mehrere davon leisten. Das einfache Kassengestell ist längst Vergangenheit. Den Wegfall der Krankenkassenzuschüsse hat Fielmann zudem geschickt durch die "Nulltarif"-Versicherung ersetzt und so weitere Kunden gewonnen. Dank der hohen Stückzahlen kann Fielmann günstige Preise und umfassende Garantien anbieten. Überdies steigt der Anteil an aufwendigen Gleitsichtgläsern stetig, an denen das Unternehmen gut verdient.