HP erwägt EDS-Kauf - Gebot offenbar bis zu 13 Mrd Dollar
New York (Reuters) - Der weltgrößte Computerhersteller Hewlett-Packard erwägt den Kauf des IT-Dienstleister EDS für bis zu 13 Milliarden Dollar und will damit in dem Bereich enger an den Branchenführer IBM heranrücken.
Beide US-Firmen bestätigten am Montagabend Gespräche im fortgeschrittenen Stadium, wollten sich zu Details aber nicht äußern. Kreisen zufolge könnte das Geschäft schon am Dienstag bekannt gegeben werden. An den US-Börsen entfachte die Nachricht erstmals seit längerem wieder Fusionsfantasien für die Tech-Bracnhe und ließ Kurse auf breiter Front leicht steigen.
Während die EDS-Aktien nach Bekanntwerden der Pläne um fast 28 Prozent auf 24,13 Dollar stiegen und das Unternehmen damit mit knapp zwölf Milliarden Dollar bewerteten, gaben HP-Papiere fast fünf Prozent auf 46,74 Dollar nach. Die HP-Anleger seien skeptisch mit Blick auf die nur langsam wachsende EDS, hieß es am Markt. Daher sei fragwürdig, ob der hohe Aufschlag gerechtfertigt sei.
Sollte HP der Zukauf gelingen, würde der Konzern im Bereich Computer-Dienstleistungen näher an IBM heranrücken. Dieser Bereich garantiert ein stetiges Einkommen mit hohen Margen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. HP und EDS kämen zusammen auf einen Jahresumsatz von zuletzt 39,4 Milliarden Dollar, IBM setzte 2007 rund 54 Milliarden Dollar um. EDS hat zuletzt einen drastischen Gewinnrückgang ausgewiesen und kämpft mit der äußerst harten Konkurrenz aus Indien. Um gewinnträchtiger zu werden, hat EDS bereits tausende Arbeitsplätze gestrichen.
Der Umsatz mit Computer-Dienstleistungen stieg 2007 Daten des Marktforschers Gartner zufolge um 10,5 Prozent auf 748 Milliarden Dollar. IBM hat einen Anteil an dem Markt von 7,2 Prozent. EDS ist die Nummer zwei mit 3,0 Prozent, HP mit 2,2 Prozent die Nummer fünf.
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